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Creator Management Agentur finden: 12 Fragen, die du vor einer Zusammenarbeit stellen solltest
Eine Agentur sollte dir Arbeit abnehmen und Entscheidungen besser machen – nicht neue Abhängigkeiten schaffen. Die wichtigsten Fragen lassen sich vor Vertragsbeginn klären.
06. September 202610 Min. Lesezeit
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Kurzantwort
Kurzantwort
Prüfe nicht nur Umsatzversprechen. Frage nach konkretem Leistungsumfang, Datenzugriff, Account-Eigentum, Reporting, Kündigung, Freigaben, Sicherheit und dem tatsächlichen Ansprechpartner. Alles, was für die Zusammenarbeit wichtig ist, sollte verständlich dokumentiert sein.
Management
Delegieren, ohne die Kontrolle zu verlieren
Du entscheidest
Grenzen, Positionierung, Freigaben und Ziele.
System übernimmt
Planung, Prozesse, Dokumentation und Auswertung.
Alles bleibt sichtbar
Zugänge, Daten, Verantwortlichkeiten und nächste Schritte.
1. Was übernimmt die Agentur tatsächlich?
Begriffe wie „Full Service“ oder „Management“ sagen allein wenig aus. Lass dir konkret erklären, welche Aufgaben regelmäßig erledigt werden und welche bei dir bleiben. Dazu gehören Positionierung, Content-Planung, Produktion, Bearbeitung, Posting, Community-Kommunikation, Distribution, Reporting und technische Administration.
Frage auch nach der Frequenz. „Wir machen Reporting“ kann bedeuten, dass du einmal im Quartal eine PDF bekommst – oder dass jede Woche Entscheidungen anhand aktueller Daten besprochen werden. Der konkrete Rhythmus ist entscheidend.
2. Wem gehören Accounts, Daten und Zugänge?
Deine Accounts sollten nicht davon abhängen, ob eine Agentur morgen noch erreichbar ist. Kläre, auf welche E-Mail-Adresse Konten laufen, wer Zwei-Faktor-Authentifizierung kontrolliert, wer Recovery-Codes besitzt und wie Zugänge beim Ende der Zusammenarbeit zurückgegeben werden.
Ein sauberes Rollenmodell ist besser als das Teilen eines einzigen Passworts mit mehreren Personen. Wo Plattformen Rollen oder getrennte Zugänge anbieten, sollten diese genutzt werden.
3. Wie wird Erfolg gemessen?
Frage nach dem Reporting, bevor du einen Vertrag unterschreibst. Gute Berichte zeigen nicht nur Umsatz oder Followerzahl, sondern erklären, welche Maßnahmen durchgeführt wurden, was sich verändert hat und welche nächste Entscheidung daraus folgt.
Vorsicht bei Garantien. Kein seriöser Dienstleister kann organische Reichweite oder zukünftigen Umsatz sicher versprechen. Erwartbar sind dagegen nachvollziehbare Prozesse, definierte Tests und transparente Daten.
4. Wie funktionieren Freigaben und Grenzen?
Eine Zusammenarbeit muss festlegen, wer Inhalte, Texte, Preise oder Kampagnen freigibt. Besonders wichtig sind persönliche Grenzen und sensible Inhalte. Diese sollten nicht nur einmal mündlich erwähnt, sondern im Arbeitsprozess sichtbar dokumentiert werden.
Frage, was passiert, wenn du eine Idee ablehnst. Ein gutes Management kann Empfehlungen begründen, akzeptiert aber, dass dein öffentlicher Auftritt und deine persönlichen Grenzen nicht gegen deinen Willen optimiert werden.
5. Prüfe wirtschaftliche und organisatorische Details
Vergütung sollte so beschrieben sein, dass du die Rechnung selbst nachvollziehen kannst: fixe Gebühr, prozentuale Beteiligung, Berechnungsbasis und zusätzliche Kosten. Ebenso wichtig sind Mindestlaufzeit, Kündigungsfrist und der Umgang mit bereits produziertem Material.
Frage nach deinem tatsächlichen Ansprechpartner und danach, wie viele Accounts diese Person parallel betreut. Ein beeindruckendes Verkaufsgespräch hilft wenig, wenn die laufende Betreuung später bei einem anonymen Ticket-System landet.
- Konkreter Scope und Aufgabenverteilung
- Eigentum an Accounts und Assets
- Zugriffs- und Sicherheitskonzept
- Reporting-Rhythmus und Kennzahlen
- Freigabeprozess und persönliche Grenzen
- Vergütung und Berechnungsbasis
- Laufzeit, Kündigung und Übergabe
- Fester operativer Ansprechpartner
Zum Abhaken
12 Fragen für das Erstgespräch
- Welche Aufgaben übernehmt ihr jede Woche konkret?
- Welche Aufgaben bleiben bei mir?
- Wer besitzt und kontrolliert meine Accounts?
- Wie werden Zugänge und 2FA organisiert?
- Welche Kennzahlen bekomme ich wie oft?
- Wie entscheidet ihr, was getestet oder geändert wird?
- Wer gibt Inhalte und Texte frei?
- Wie werden meine Grenzen dokumentiert?
- Wie genau berechnet sich eure Vergütung?
- Gibt es zusätzliche Gebühren oder Mindestlaufzeiten?
- Wer ist mein fester Ansprechpartner?
- Wie läuft die vollständige Übergabe bei einer Kündigung?
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